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Mobile First vs. Content First

Die Idee von „Mobile First“ ist seit der Geburt des Smartphones in aller Munde. Doch haben Sie auch schon von „Content First“ gehört? Nein? Dann wird’s Zeit, denn der Staffelstab im Strategien-Sprint wird gerade übergeben.

Doch Moment mal! Muss die WWWelt wirklich neu erfunden werden oder gehen Mobile First und Content First seit jeher heimlich Hand in Hand? Und was hat es mit „Concept First“ auf sich? Keine Panik, wir wissen Bescheid …

Kurz und knackig: Mobile First

Mit der Geburt des Smartphones wurden portable Endgeräte Trend. Kein Wunder, dass manche Websites hauptsächlich Zugriffe über mobile Devices verzeichnen. Für UX-Designer bedeutete das bald: Umdenken, bitte! Denn was auf einem Desktop-PC funktioniert, muss User nicht zwangshalber auf dem Tablet überzeugen. Mobile First war geboren und damit die Aufbereitung von Websites für portable Endgeräte. Die Darstellung von Inhalten, sprich Text, Bild, Video & Co. musste neu gedacht werden – Relevanz drängte Design in den Hintergrund

Layout, bitte warten.

Erfolgreiche Produktverpackungen, Magazine, Plakate und Textillabels haben etwas gemeinsam: ein einzigartiges Design. Die Ware muss beim Betreten des Ladens ins Auge stechen, um im Vergleich mit der Konkurrenz zu bestehen.

In der digitalen Welt ist Design zweitrangig. Denn User besuchen eine Website, weil sie auf der Suche nach Informationen sind. Was zählt ist: Finde ich auf der Website (zeitnah!) was ich suche oder muss ich zur Konkurrenz wechseln? Erst im zweiten Schritt sollte die Website mit ihrem Design überzeugen, denn es gibt – anders als in der realen Welt – keinen direkten Vergleich zur Konkurrenz. Die Inhalte sollten folglich vom Design gestützt werden, nicht umgekehrt.

Kleiner Tipp am Rande: Was den User happy macht, finden auch Suchmaschinen supi. Mit einer durchdachten Content Strategie schlagen Sie also zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Inhalt for President!

Wie bereits erwähnt, ist es primär die Relevanz der Inhalte, die eine Website für den User interessant machen. Eine übersichtliche Darstellung relevanter Themen, schnell auffindbare Inhalte, Medien mit kurzen Ladezeiten und strukturierte Textblöcke erleichtern die Aufnahme des Contents – und zwar auf allen Endgeräten.

Wer also Content First denkt, der denkt gezwungenermaßen Mobile First. Denn schließlich geht es doch darum, den vorhandenen Inhalt medienneutral attraktiv darzustellen. So einfach lassen sich die beiden Strategien also nicht voneinander trennen. Doch was kommt nun First?

Content … äh … Concept First

Und die Moral von der Geschichte: Ohne Konzept geht gar nichts. Dabei geht’s um die Inhaltsplanung: Erst wenn alle Inhalte in einer „Inventarliste“ gesammelt und grob strukturiert wurden, können Texter und UX-Designer ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Denn Sie haben Recht: Content und Design gehören untrennbar zusammen. Aber damit die „linke Hand weiß, was die rechte macht“ liegt beiden ein Konzept zugrunde. Dieses könnte sogenannte Wireframes beinhalten, wo die Anordnung von Inhalten festgehalten wird.

Die Erstellung eines umfassenden Konzeptes kostet zu Beginn des Projekts zwar Zeit, spart im Nachgang jedoch lästige Korrekturen – und damit Kosten. Denn anstatt das gesamte Design wegen Platzmangel wieder umzuwerfen, passen Ihre Inhalte von Beginn an wie angegossen in Ihre Website.

Aller Anfang ist Analyse

Zu Beginn eines Website-Projekts stehen essenzielle Fragen im Fokus, wie zum Beispiel:

  • Warum brauche ich eine Website? Was soll sie meinem Unternehmen bringen?
  • Was muss meine Website vermitteln? Was soll sie beim User auslösen?
  • Welche User soll meine Website anziehen? Wie soll meine Website die passenden User anziehen?
  • Welche Inhalte müssen sich auf meiner Website wiederfinden, um die oben definierten Ziele zu erreichen? Wie müssen diese Inhalte strukturiert werden?

Content Audit

Bei einem Website-Relaunch werden außerdem die bereits vorhandenen Inhalte der aktuellen Website analysiert. Bei einer Bestandsaufnahme mit Analysetools (wie Google Analytics) kann man sehr gut erkennen, welche essenziellen Inhalte den Sprung in die neue Website schaffen sollten und welche davon endgültig in den wohlverdienten Cyber-Ruhestand geschickt werden dürfen.

Keinen Bock auf Brainstorming und Co.? Langwierige und anstrengende Planungsprozesse verwandeln wir für Sie in motivierende Kick-offs. Wir übernehmen nicht nur das Konzept inkl. Content Audit und Design für Sie, sondern setzen Ihre Website anschließend auch technisch um. Ein Gesamtpaket, das ein Ziel hat: Unsere Kunden und deren Kunden zu überzeugen. Kontaktieren Sie uns!

MARGARITA

Ein traumhafter Sommertag mit 30 Grad und Sonnenschein. Klingt nach einem perfekten Tag, wenn da nicht die Arbeit wäre. Umso mehr freut man sich doch auf den Feierabend, um noch ein paar letzte Sonnenstrahlen einzufangen. Dabei wird dann gerne ein erfrischender Cocktail mit den Kolleginnen und Kollegen zu sich genommen. Wir haben nachgefragt, welcher Cocktail Body und Soul bei den Temperaturen wieder auf Betriebstemperatur bringt. Die Antwort war eindeutig – MARGARITA! Ob Frozen oder mit Eis geshaked, dieser Klassiker zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht und ist eine erfrischende und willkommene Abwechslung nach einem anstrengenden Arbeitstag.

Wer hat‘s erfunden? (Hola Guapa, de donde eres?)

Wie bei den meisten Cocktails gibt es zahlreiche Anekdoten und Legenden um ihre Entstehung. Als am wahrscheinlichsten gilt, dass der Cocktail in den USA oder im benachbarten Mexico entstand, wo sich während der Prohibition viele wohlhabende Amerikaner mit Alkohol versorgten.

Allerdings warb der mexikanische Tequila-Hersteller José Cuervo bereits 1945 mit einem Drink namens Margarita und 1953 kürte die Zeitschrift Esquire die Margarita mit den Worten „Sie ist aus Mexico, Señores, sie ist hübsch anzusehen, aufregend und provokant.“ zum Drink des Monats. Also 2:0 für Mexiko.

Seit den 50er-Jahren werden Margaritas in Bars weltweit serviert und zählen heute zu den international bekanntesten Mixgetränken. Laut der Umfrage eines Reiseportals liegt die Margarita auf Platz acht der am häufigsten bestellten Cocktails in Hotelbars.

Auf die Qualität kommt es an

Eine Margarita ist ein Dreiteiler aus Basis-Spirituose, Süßungs- und Säurequellen. Die Hauptkomponente ist hierbei die Spirituose, also der Tequila. Somit sollten Sie hier auf eine gute Qualität achten. Eine Mixtur von Agave und Zucker sollten Sie am besten vermeiden, achten Sie stattdessen darauf, 100 % Agaven-Tequila zu verwenden, also ein Destillat, das ausschließlich auf Agave basiert und daher auch eine erdige und aromatische Note besitzt.

Auch bei der Säurequelle sollten Sie auf eine gute Qualität achten, so sind die Limetten oder Zitronensäfte aus der Flasche eher weniger geeignet. Besorgen Sie sich stattdessen frisches Obst und pressen Sie die Frucht direkt bei der Zubereitung.

Margarita: Easy Peasy Lemon Squeezy

Na, haben Sie schon Durst bekommen? Auch zu Hause lässt sich die Margarita ganz einfach zubereiten. Hier unsere Anleitung:

Zutaten:
– 6 cl Tequila
– 2 cl Triple Sec (Cointreau)
– 3 cl Limettensaft
– 1 cl Agavendicksaft
– grobes Salz zum Garnieren

Equipment:
Standmixer oder Shaker, Eiswürfel und Cocktailschale

Los geht‘s:
Alle Zutaten in den Shaker oder Standmixer geben. Eiswürfel hinzufügen und mixen. Den Rand der Cocktailschale mit Salz versehen. Der Drink wird dann in die Cocktailschale abgeseiht und optional mit einer Limettenzeste garniert.

5 Fakten rund um die Margarita

Hier sind refreshing Facts zur Margarita, damit können Sie beim nächsten Barbesuch unter den Kolleginnen und Kollegen mit Ihrem Wissen glänzen.

  1. Margarita bedeutet „Gänseblümchen“ auf Spanisch.
  2. Das Salz ist ein wichtiger Bestandteil, denn dieses hilft die Bitterkeit zu dämpfen und gleichzeitig die wichtigen Aromen zu verstärken.
  3. Die Margarita war der meistbestellte Drink des Jahres 2008. Allein in den USA wurden in diesem Jahr 185.000 Margaritas pro Stunde konsumiert.
  4. Die teuerste Margarita kostet 1200 $. Wenn Sie mal kosten wollen, wenden Sie sich an die Rooftop Bar & Penthouse Lounge in Manhattan
  5. Es gibt World Margarita Championships. Renommierte Barkeeper aus Tucson kämpfen um die Ehre der besten Margarita in Arizona. Außerdem stimmen die Besucher in einer People‘s Choice-Kategorie für ihren Favoriten ab.

Wir sind ganz dehydriert von den Temperaturen, Sie auch? Dann ist es Zeit für einen Drink – Prost!

Content, Content, Content!

Wer jetzt mit den Augen rollt und den Begriff „Content“ sofort in die Schublade „Marketing-Gelaber“ steckt, folge mir bitte in die nächsten Zeilen, um einen Blick hinter die vermeintliche Wortblase zu werfen. Lassen Sie mich „Content“ gegen das Wort „Inhalt“ tauschen. Na, schon jetzt einen Unterschied bemerkt? Inhalt kann Text, Bild oder Video sein. Ja, sogar Tratsch und Klatsch passt in diese Kategorie. Egal wie, Inhalte sind wichtig für Ihr Unternehmen. Sie unterliegen den Trends der Branche und kreieren schlussendlich ein Image.

Bewegtbild-Content: Das Medium von heute und morgen

Für Start-ups, trendgetriebene Branchen und Unternehmen und jene, die neben der reinen Dienstleistung auch Wissenstransfer für ihre Kunden anbieten wollen, sind aktuelle Inhalte unverzichtbar. Egal in welcher Form – schwarz auf weiß, als leicht zu konsumierende Bilder oder eben Bewegtbild-Content – Inhalt muss produziert werden, die Zielgruppe erreichen und möglichst leicht verstanden und konsumiert werden können. Je nach Zweck fällt der Inhalt  in die Kategorie Teaser, catchy, bis hin zu wissenschaftlich fundiert.

Hier trifft der „Need“ – wie z. B. die Vorstellung eines neuen Produkts, einer erklärungsbedürftigen Dienstleistung oder eine Neuausrichtung der Identität, auf den so oft gehörten 360°-Ansatz bei den gewählten Kanälen und Medien, damit der Content auch bei der Zielgruppe sichtbar wird. Die Kund:innen, User oder Interessent:innen sollen über möglichst viele verschiedene Berührungspunkte („Touchpoints“) auf ein Ziel-Medium gelenkt werden und dort mit dem Unternehmen oder der Brand interagieren.

Wie man aus all der Informationsflut, der wir uns freiwillig oder unfreiwillig aussetzen, heraussticht, könnte man an der Stelle jetzt noch vertiefen – aber lassen Sie uns beim Thema bleiben: Die Frage, ob sich eine Bewegtbild-Produktion in den schnelllebigen Zeiten überhaupt für Sie lohnt?

Eins Vorweg – die Antwort lautet in den meisten Fällen JA! Oui. Si. Yes. はい! Aber… bitte nicht ohne vordefiniertes Ziel. Es muss klar sein, was das Unternehmen mit dem Video erreichen will und in welchen Kanälen es zum Einsatz kommt.

Bewegtbild ist der Content, den die Generationen X, Y und Z am liebsten konsumieren. Und wenn diese Generationen Teil Ihrer Zielgruppe sind, dann sollten Sie die Produktion von Videos in jedem Fall andenken – oder sogar zum Hauptmedium machen. Apropos: Machen wir noch einen kurzen Ausflug zu der Art von Videos, die derzeit den Hauptanteil an Bewegtbildproduktionen ausmachen.

Produktvideo – absatzsteigernd und umsatzgetrieben

Der Begriff „Produkt“ steht dabei stellvertretend für jegliche Art von Dienstleistung und einem tatsächlichem haptischen Produkt. Ob bei direktem Markteintritt oder bei längerem Bestehen am Markt – Produktvideos kommen dort zum Einsatz, wo der Umsatz und der Absatz gesteigert werden sollen. Idealerweise sind diese emotional aufgeladen und vermitteln in aller Kürze welchen Mehrwert das Produkt bringt. Produktvideos beinhalten auch einen direkten CTA („Call to Action“). Meist ist das ein Verweis, der direkt zum gezeigten Produkt führt.

Musik, wie zum Beispiel ein Voiceover oder ein Testimonial, eignen sich dafür, Strahlkraft und Kredibilität zu erhöhen. Die Länge dieses Formats variiert zwischen 20 – 120 Sekunden und ist nur selten länger. Produktvideos stehen für sich allein und sind eine ideale Ergänzung zu einer Kampagne.

Erklärvideo – für Innovationen und Anwendungen

Erklärvideos kommen dann zum Einsatz – Überraschung – wenn es sich um ein erklärungsbedürftiges Produkt handelt. Gerade bei innovativen Produkten sind Funktion und Mehrwert auf den ersten Blick oft unklar. Für komplexe Sachverhalte eignen sich hier Animationen und Texteinblendungen (Inserts). Ob sich eine 2D- oder 3D-Produktion besser eignet, hängt von Produkt und Branding des jeweiligen Unternehmens ab. Ein Voiceover ist kein Muss, kann aber im Hinblick auf die Dynamik des Videos hilfreich sein.

Erklärvideos werden häufig als Ergänzung zu einem Produktvideo eingesetzt und dauern in der Regel zwischen 60 Sekunden und 3 Minuten. Auch Erklärvideos können somit einen direkten CTA enthalten, der zum Verkaufskanal führt. Erklärvideos sind in der Regel für mehrere Monate im Einsatz, insofern keine Produktinnovationen in naher Zukunft geplant sind.

Eventvideo – Kundenbindung und Reichenweitensteigerung

Ein „klassisches“ Eventvideo – in Form einer Berichterstattung oder einer Kombination aus Bericht und Ankündigung eines Folgeevents – blickt auf eine vergangene Veranstaltung zurück. Das Format wird jedoch auch zur Ankündigung eines Events verwendet. Eventvideos eignen sich hervorragend zur Emotionalisierung eines Produkts, können aber auch genauso auf eine Brand oder das Image einzahlen. In Form von „Snippets“ – das sind verkürzte Versionen des Videos – kann man das gedrehte Material portionsweise für Social Media verwenden.

Musik ist hier definitiv ein wichtiger Bestandteil zur Unterstreichung der Emotionen. Voiceover und Text-Inserts finden in Eventvideos je nach Konzeption, Anwendung. Im Hinblick auf die Länge des Videos sollte man hier 2–3 Minuten einplanen.

Eventvideos bieten aufgrund der hohen Emotionalisierung die Chance auf Kundenbindung und auf eine gesteigerte Reichweite. Eventvideos bleiben oftmals für Jahre relevant, vor allem wenn es sich um eine Veranstaltungsreihe handelt. In vielen Fällen kommt das Format auch im B2B-Bereich zum Einsatz.

Imagevideo – die Königsdisziplin

Das Imagevideo ist aus einer Vielzahl von Gründen die „Königsdisziplin“ der hier aufgelisteten Bewegtbild-Formate. Die Identität eines Unternehmens ist dessen Herzstück und diese zu vermitteln, setzt umfassende Vorbereitung auf Seiten des Unternehmens voraus. Meist ist die Konzeption eines Imagevideos zeitaufwendiger, als der Dreh an sich – vor allem, wenn eine Neuausrichtung oder Transformation des Unternehmens kommuniziert werden soll. Aber der Invest lohnt sich, denn ein Imagevideo zahlt in der Regel nicht nur auf die Beziehung zur Kundschaft, zu Geschäftspartnern und Lieferanten ein, sondern auch auf aktuelle und zukünftige Mitarbeiter:innen.

Wichtig: Authentizität! Wir empfehlen Musik, ein Voiceover und Text-Inserts – denn Hochwertigkeit schafft Vertrauen. Der Dauer sind nahezu keine Grenzen gesetzt – meist dauern Imagevideos aber nicht länger als fünf Minuten. Die Einsatzzeit und Aktualität des Videos kann zwischen kurzfristig bis mittelfristig variieren.

Fazit: Bewegtbild

Für alle oben genannten Videos gilt: Ein Konzept, samt klarer Definition von Ziel und Nutzung des Videos, sind die Basis der Produktion. Die Höhe der Produktionskosten hängt davon ab, wie viel Aufwand hinter der Umsetzung steckt und kann nicht pauschal definiert werden. Ein guter Vergleich ist hier: Wenn Sie ein Auto kaufen wollen, nennt Ihnen der Händler selten einen Pauschalpreis für „ein Auto“. Daher ist es immer hilfreich, wenn es ein Budget und eine gewisse Vorstellung vom Zweck des Videos gibt und was es beinhalten soll. Bei Ihnen sind noch Fragen unbeantwortet geblieben? Dann kontaktieren Sie uns gern jederzeit.

Gute Events brauchen ein gutes Eventmanagement

Ob mit oder ohne Blitzlicht, rotem oder grünem Teppich, Spotlights oder Stroboskop – Hauptsache Endorphine und Adrenalin – endlich wieder Events! Wir lieben die kleinen und großen Fluchten aus dem Alltag, wenn Menschen aufeinandertreffen um sich auszutauschen, etwas zu feiern oder fasziniert in großer Runde Neues zu entdecken. WIR – damit ist nicht nur Weder & Noch gemeint. Damit meinen wir den Großteil der Bevölkerung, der gerne direkt und außerhalb der bekannten vier Wände unterhalten werden will und das in jeglicher Form.

Wer darüber nachdenkt ein Event zu veranstalten, hat mit Sicherheit das Ziel für die eigenen Gäste unvergleichliche Momente zu erschaffen, die lange in Erinnerung bleiben! Klingt erst einmal einfach, aber manchmal fehlt die zündende Idee oder die erste Euphorie verfliegt, wenn man überschlägt, was es alles zu organisieren gilt. Hier gilt das Credo – nicht den Kopf in den Sand stecken! Ein durchdachtes Eventmanagement ist die Lösung.

Schritt 1 – ein Grobkonzept definieren

Den Startschuss bildet das Definieren der Rahmenbedingungen: Wer ist meine Zielgruppe? Wieviel Budget steht zur Verfügung bzw. wie viel möchte ich investieren? Soll sich das Event refinanzieren oder ist es ein Invest? Welche Eventgröße schwebt mir vor? Was soll an dem Tag/den Tagen passieren? Soweit zu allen Punkten eine Antwort notiert? Dann kann es weiter gehen.

Schritt 2 – mit Datum, Ort und Dienstleistern wird das Eventmanagement konkreter

Ein mögliches Datum und ein möglicher Ort wird in diesem Schritt definiert. Welche passenden Locations (hinsichtlich Größe, Preis, Ort, Infrastruktur/Anforderungen, Erreichbarkeit) sind zu welchem Zeitpunkt verfügbar? Hierbei ist es auch wichtig zu erfragen, was alles in der Locationmiete enthalten ist und welche Zusatzleistungen noch dazu gebucht werden müssen.

Kleiner Tipp, es ist absolut üblich, sich für einen kurzen Zeitraum eine sog. „Option“ für das Event geben zu lassen. Erst mit einer Reservierung geht man Verbindlichkeiten ein. Allerdings ist Ihnen mit Sicherheit jede Eventlocation dankbar, wenn Sie sich die Zeit nehmen die Option abzusagen, sobald die Entscheidung gefallen ist, dass Sie sich für eine andere Örtlichkeit entschieden haben.

Sobald Sie sich einen Überblick über die Möglichkeiten innerhalb der Locations gemacht haben, geht es darum die möglicherweise benötigten Bühnen-Acts, Dienstleister und Tools zu recherchieren und mit ins Boot zu holen. Bühnen-Acts ist der Überbegriff für Vortragende, Künstler, Moderatoren, etc. Dienstleister sind je nach Art und Eventgröße – Caterer, Technik, Sicherheitspersonal, Reinigungspersonal, Gästemanagement, Ausstatter, Shuttle-Services, Hotels, Werbende und viele mehr. Mit Tools sind VVK-Portale, Buchungsportale, Einladungsmanagement-Lösungen und auch Newsletter für die Gäste gemeint. Auch hier der Hinweis zu der Möglichkeit der Optionierung und der freundlichen Absage insofern es zu keiner Zusammenarbeit kommt.

Spätestens in diesem Schritt ist es wichtig, dass Sie peux à peux eine detaillierte Kostenaufstellung für das Event anfertigen. So haben Sie die Kosten jederzeit im Blick. Ebenfalls gilt es hier zu Bedenken – welche Kosten fallen ggf. sofort und welche Kosten erst im Nachgang an. Gleiches gilt für möglichen Einnahmen.

Schritt 3 – Veröffentlichung und das Gesehen werden

Achtung: Jetzt wird es konkret und bürokratisch! Alle Kosten sind auf dem Tisch und innerhalb des Budgets – die Veranstaltung kann bei allen Beteiligten bestätigt werden und die Verträge werden unterzeichnet. Natürlich können Sie Ihr Event auch schon veröffentlichen, sobald die Location fix gebucht ist – das ist nicht unüblich. Spätestens wenn alle Verträge unterzeichnet sind, steht der Veröffentlichung des Events aber nichts mehr im Weg.

Sie sind bereit für „Schritt 4“ beim Eventmangement?

Hier wird’s individuell und jeder folgende Step richtet sich je nachdem, welche Art von Event Sie planen. Ein Kongress hat ein anderes Einladungs- und Gästemanagement als ein Konzert oder als ein Stadtfest. Auch die Art und der Umfang der Werbung variiert je nach Event und Budget stark. Viel hilft viel muss dahingehend nicht immer der Wahrheit entsprechen, ist aber vor allem bei kommerziellen Events ein gutes Motto.

Fazit: Eventmanagement

Ihnen fehlen die Ressourcen oder das Know-how ein erfolgreiches Event zu planen und durchzuführen? Dann sind wir für Sie da, kontaktieren Sie uns gern. Gemeinsam haben wir bereits über 1.500 Events aller Art organisiert (ok, alle bis auf Messen). Aber den Rest können wir und lieben wir.

Wofür brauche ich einen Wartungsvertrag?

Zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass Ausfallzeiten von Websites, Onlineshops und sonstigen Internetdiensten sowie Sicherheitslecks im Internet kaum zu 100 % vermieden werden können. Hardwareseitige Ausfälle, wie beispielsweise eine kaputte Festplatte des Servers, oder bewusst durchgeführte Cyberattacken, wie beispielsweise DDoS- Angriffe (Distributed-Denial-of-Service), können eine Überlastung des Servers provozieren. Ein Wartungsvertrag hat daher nicht nur die Erhöhung der Sicherheit einer Website zum Ziel, sondern auch die Verringerung von Ausfallzeiten.

Vorsicht durch Erfahrung

Nicht nur große Internetgiganten, wie beispielsweise Google oder Meta, müssen sich auf Hacker-Angriffe vorbereiten, auch wir mussten bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln. Ende 2019 wurde ein DDoS-Angriff auf einen unserer gemieteten Server verübt. Das ist eine sehr verbreitete und zugleich auch simple Methode, um einen Server lahm zu legen. Der schwierige Part für Hacker besteht hier zunächst darin, eine Reihe von Rechnern mit Schadsoftware zu infizieren, um daraus ein sogenanntes „Botnetz“ zu erzeugen.

So erlangt ein Hacker die volle Kontrolle über alle Rechner in diesem Netz. Bei einem DDoS-Angriff senden die Computer im Botnetz ein Signal an dasselbe Ziel, wie beispielsweise einen Server und überlastet diesen so. Er ist für normale User:innen nun nicht mehr erreichbar. Meist wird diese Methode im Zusammenhang mit Lösegeldforderungen genutzt oder um einer Organisation anderweitig wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Stecken zum Beispiel politische Interessen dahinter, kann so die Verbreitung von Informationen verhindert werden.

Da bei dieser Art von Angriff der Server das Ziel ist, spielt die Sicherheit der einzelnen Websites hier keine große Rolle. Dennoch können wir die Ausfallzeit verringern, denn zu einem Wartungsvertrag gehört nicht nur die Sicherheit und Aktualität der Software, sondern eben auch die Erstellung von Backups. So haben wir, trotz unerreichbarem Server, immer eine Daten-Sicherung mit allen Files im Ärmel und können jederzeit einen Relaunch der betroffenen Seite auf einem sauberen Server durchführen. Somit brauchen sich Kund:innen keine Sorgen machen, dass die eigene Website verloren geht.

Sicherheit unserer Software

Neben einer Cyberattacke auf eine ganze Infrastruktur von Servern, gibt es auch gezielte Angriffe auf individuelle Sicherheitslücken einer Software. Ist diese Software erst infiziert, bestimmt das Ziel des Hackers den weiteren Verlauf. Geht es beispielsweise um Datendiebstahl oder um die Nutzung der Rechenleistung, versucht die Schadsoftware unauffällig zu bleiben und ist für User:innen des Webdienstes häufig nicht erkennbar. In anderen Fällen hat es ein Hacker auf die Zerstörung der Hardware abgesehen, was wiederum einen Defekt des Computers oder des Servers provoziert. So oder so gilt es, einem Hacker den Zugang so schwer wie möglich zu machen. Das bedeutet, die Software ständig auf dem aktuellen Stand zu halten und Sicherheitsupdates durchzuführen.

Updates können allerdings Darstellungs- oder Funktionalitätsproblemen nach sich ziehen, die es gilt, schnellstmöglich zu erkennen und dementsprechend zu lösen. Diese Leistung ist natürlich im Wartungsvertrag inkludiert.

Fazit: Wartungsvertrag

Ausfallzeiten und Sicherheitslücken sind im Internet unvermeidlich. Dennoch gibt es einige Maßnahmen und Möglichkeiten, um die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls so klein wie möglich zu halten und vor einem Worst-Case-Szenario gewappnet zu sein. Wir kümmern uns nicht nur um eine saubere Durchführung von Sicherheitsupdates, sondern haben auch immer tagesaktuelle Backups parat, damit weder einzelne Daten noch eine komplette Website jemals verloren gehen kann.

FOMO im Marketing

Gelangweilt scrollen wir beiläufig durch die sozialen Medien. Die Freundin, die einen Wein in Italien trinkt und der Freund, der auf der Party seines Lebens tanzt, während man selbst zuhause ist. Ein leicht beklemmendes Gefühl breitet sich aus – FOMO?

Was ist FOMO?

FOMO – die Abkürzung für „Fear of missing out” bezeichnet die Angst, andere könnten etwas Großartiges erleben und man selbst verpasst es. Dieses Gefühl hat wohl jede:r schon einmal gehabt, denn die Angst, durch eine falsche Entscheidung noch im gleichen Moment eine andere, noch bessere Möglichkeit zu verpassen, sitzt tief.

Woher kommt die Angst etwas zu verpassen?

Die Angst etwas zu verpassen, reicht weit in die Menschheitsgeschichte zurück. Früher konnte das Verlassenwerden im Extremfall lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Psycholog:innen beschreiben dieses Phänomen als sehr mächtig, da es tief im Gehirn verankert ist: „Wenn wir in kleinen Gruppen herumstreiften, war es überlebenswichtig, auf dem Laufenden zu bleiben.

Wenn Sie sich beispielsweise keiner neuen Nahrungsquelle bewusst sind, haben Sie buchstäblich etwas verpasst, das den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten könnte.“ (Anita Sanz). Somit ist FOMO auch heute in vielen Lebensbereichen präsent: Im Nachrichtendienst, in den digitalen Medien sowie bei Planungen von Aktivitäten.

Wie wirkt FOMO im Marketing?

Exklusive Angebote, Newsletter-Abos oder Push-Benachrichtigungen drücken gerne denselben Trigger, um uns zu suggerieren, dass uns andernfalls etwas entgeht. FOMO-basiertes Marketing setzt diese besondere Gefühlsebene ganz gezielt ein.

Im FOMObasiertem Marketing werden diese Gefühle bewusst getriggert. Das Bedürfnis, ständig die neuesten Infos zu haben, werden gezielt hervorgerufen und verstärkt. Die Aufmerksamkeit der Zielgruppe wird dadurch schnell erlangt und ein effizienter Sales-Hebel betätigt.

Über Smartphones und mobile Endgeräte erreichen uns ununterbrochen neue Reize und Produkte, gekoppelt mit dem Drang, diese haben zu wollen. FOMO-Marketing löst den Wunsch aus, Produkte und Dienstleistungen zu kaufen. Hier werden auch Impulskäufe begünstigt, durch die kurze Reaktionszeit und schnelle Handlungsbereitschaft. Die Konusment:innen kaufen die Produkte, aus Angst etwas Gutes verpassen zu können.

Fear Of Missing Out in den sozialen Medien

Soziale Medien sind die ideale Spielwiese und die Millennials eine der größten potenziellen Zielgruppen. Mit weltweit über drei Milliarden aktiven SocialMediaNutzer:innen gibt es hier einen riesigen Adressatenkreis, der mit dieser Strategie gut erreichbar ist.

Die sozialen Netzwerke verschaffen einen permanenten Einblick darüber, was in der Welt gerade passiert und was Idole, Influencer oder Freunde in ihrem Alltag unternehmen. Der Wunsch, online auf dem Laufenden zu bleiben, um ständig im Blick zu behalten, was sie offline verpassen würden, verstärkt sich.

Wie erzeugt man FOMO auf Social Media?

  1. Zeitdruck: Nutzer:innen haben das Gefühl, sie hätten nicht viel Zeit um nachzudenken und führen deshalb eher eine Handlung (z.B. einen Kauf) aus. Oft finden Sie Formulierungen, wie „nur noch heute“, „nur noch für kurze Zeit“ oder es wird mittels Deadlines kommuniziert.
  2. Verknappung / Mangel: Angst, andere würden Ihnen zuvorkommen und das letzte noch verfügbare Produkt kaufen. Ziel: Konsumenten und Konsumentinnen bestellen, reservieren und kaufen sofort. Formulierungen, wie „nur noch wenige auf Lager“, „nur noch ein Stück“ oder „letzte Chance“ und „nur noch x Stück verfügbar“.
  3. Exklusivität: Der Begriff „exklusiv“ löst bei Menschen das Bedürfnis aus, dazuzugehören. Beispiele sind Limited Editions von Produkten und besondere Leistungen (z.B. Samples oder kostenlose Leistungen bei Abo-Abschluss). Kund:innen verbinden Zeitdruck gerne mit Exklusivität.
  4. Influencer Marketing: Der Einsatz von User Generated Content bietet einige Vorteile. Profitieren kann man dabei von der Reichweite und dem Vertrauen, den die Zielgruppe an die Influencer haben. Die Wahl des passenden Influencer ist hier ausschlaggebend für Erfolg (Marke und die Produkte müssen zum Influencer passen). Eine große Rolle dabei spielt der Social Proof: Empfehlungen oder Produktbewertungen von früheren Verbraucher:innen.
  5. Dringlichkeit durch Farben erzeugen: In Bildern lassen sich Farben gezielt einsetzen, um Gefühle zu erzeugen. So auch die Farbe „Rot“ als klassische Sales-Farbe.

FOMO in Social Media = Manipulation der Nutzer:innen?

Psychologie im Marketing einzusetzen, heißt nicht selbstverständlich Manipulation. Psychologie ist generell ein gern genutztes und weitverbreitetes Mittel im Marketing. Auch hier sollte es darum gehen, den Nutzer:innen Produkte nicht aufdrängen zu wollen und aggressiv zu bewerben, sondern Lösungen mit echtem Mehrwert zu vermarkten. Am besten sollte man FOMOMarketing gezielt einsetzen und unterschiedliche Strategien verwenden. Wenn es bei allen Beiträgen darum geht, Zeitdruck und Knappheit zu erzeugen, nutzt sich der Effekt ab und man verliert an Glaubwürdigkeit.Fun-Fact: Die Gegenbewegung von FOMO wird übrigens als JOMO „Joy of missing out“ bezeichnet. Hier freut man sich über Verpasstes und legt bewusst sein Handy weg. Man emanzipiert sich von der Filterbubble und konsumiert digitale Medien bewusster.

Fazit

Die Anzeichen für FOMO sind zahlreich:

  • Häufiges checken des Social-Media-Feeds und der Nachrichten, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.
  • Konzentrationsprobleme, da das Smartphone ablenkt.
  • Nervosität, wenn das Handy nicht nach Neuigkeiten überprüft werden kann.
  • Obwohl Sie zu Hause bleiben wollten, fühlen Sie sich niedergeschlagen, wenn Ihre Freunde etwas tolles ohne Sie unternehmen.

Der FOMO Effekt ist für viele Unternehmen fester Bestandteil der Marketingstrategie – und er wirkt. Maßnahmen, wie der Sommerschlussverkauf oder der Black Friday sind typische Beispiele für das FOMO Marketing. Gezielt eingesetzt, kann es dabei helfen, eine vorab geplante Interaktion auszulösen. Wichtig ist es dabei einen wirklichen Mehrwert zu schaffen, um die Kaufentscheidung zu erleichtern!

Darum ist Storytelling so wichtig

Es war einmal eine Geschichte, die in Zahlen und Fakten aufgedröselt in eine PowerPoint gekloppt wurde und dort ihre Zuhörer:innen zu Tode langweilte. The End – nicht nur für die Story, sondern auch für die Marke, die sie „erzählt“ hat.

Das Gehirn ist nicht darauf programmiert, sich mit Zahlen und Fakten auseinanderzusetzen. Viel eher liebt es Geschichten, die im Gedächtnis bleiben. Eine Eigenschaft, die Werbefuzzis nutzen können.

Die Geschichte der Geschichte

Ob Höhlenmalereien, Märchen oder uralte Schriftstücke – Storytelling ist kein neuer Marketingtrend, vielmehr ist er uralt. Schon lange vor der Geburt der klassischen Werbung haben Storys Menschen in ihren Bann gezogen und starke Emotionen in ihnen ausgelöst.

Emotionen wirken wie ein Tattoo auf unser Gedächtnis. Wir müssen uns das Erlebte nicht krampfhaft merken, es begleitet uns – ob wir wollen oder nicht. Sind die Emotionen positiv, wollen wir sie immer wieder erleben. Sie bringen uns dazu, Filme, Produkte und Erlebnisse weiterzuempfehlen. Na, erkennen Sie das Potenzial?

Sobald wir uns in die Story hinter einer Marke hineinversetzen können, geht die Rechnung der Storyteller auf: Die Emotionen binden uns an eine Marke, weil wir uns durch die Markenbotschaft zugehörig, verstanden, ja teilweise sogar geliebt fühlen. Und natürlich kaufen wir – auch wenn die Konkurrenz ein vermeintlich besseres Produkt anbietet. Fakt ist: Emotionen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Kaufentscheidung.

Schluss mit „Heile Welt“

Was braucht eine gute Story? Wahrscheinlich dasselbe, was ein gutes Buch in ein Suchtmittel verwandelt: Authentische Hauptfiguren mit Ecken und Kanten, einer eigenen Persönlichkeit und nachvollziehbaren Überzeugungen, erleben eine echte Welt. Ja, richtig gelesen – echt. Echt bedeutet, dass die Hauptfigur mit Problemen und Hindernissen zu kämpfen hat. Sie wird greifbar, wir können uns mit ihr identifizieren.

Übertragen auf das Storytelling einer Marke bedeutet das, dass diese mit Problemen kämpft, die wir nachvollziehen können, Überzeugungen hat, die wir teilen und eine Persönlichkeit besitzt, die uns fasziniert. Sie löst ihre Probleme (und die ihrer Kundschaft) nicht nur mit einer Dienstleistung / einem Produkt, sondern mit Leidenschaft. Sie macht uns stolz.

Von Blumen und Bienen – ein Beispiel

Doch nun Schluss mit Blabla. Erwecken wir gemeinsam eine Storyworld zum Leben! Stellen Sie sich vor:

Ein kleiner Blumenhändler am Stadtrand steht kurz vor dem Ruin, weil seine potenzielle Kundschaft lieber billig beim gesichtslosen Großhändler kauft.

Der Blumenladen müsste nur seine bereits vorhandene Story erzählen, um die richtige Kundschaft anzulocken. Aber lassen Sie uns einen Schritt nach dem anderen gehen und … äh … Geschichte schreiben:

Hauptfigur: süßer Blumenladen am Stadtrand; seit Generationen in Familienbesitz
Leidenschaft: Blumen werden seit jeher mit der Hand gesät, gepflückt und mit viel Liebe verpackt; Umweltprojekte zur Rettung der Bienen werden unterstützt; Pestizide sucht man hier vergebens; Kundschaft kennt man beim Vornamen
Problem: Natur wird mit Pestiziden zerstört; Großmärkte verkaufen gesichtslos an unbekannte Kundschaft; Bienensterben durch Schadstoffe; Massenproduktion auf Kosten der Umwelt
Ziel: Blumen, Bienen, Mitarbeiter:innen und Käufer:innen werden geschätzt; Natur wird als Oase gesehen; ein Platz für Entschleunigung wird geschaffen

Na? Hat sich nun, ohne dass Sie es bemerkt haben, eine kleine Welt in Ihren Gedanken aufgetan? Was wäre nun, wenn der Blumenladen mit all seinen Überzeugungen, seinen Problemen und seiner Leidenschaft auch der Kundschaft des Großhändlers bekannt wäre? Kundschaft, der die Umwelt ebenso wichtig ist, die dem Artensterben entgegenwirken will, die auf persönliche Ansprache setzt und die gerne mehr bezahlt, wenn es dadurch der Natur gut geht. Der Blumenladen wäre eine starke Marke, hätte eine leidenschaftliche Story und vor allen – er hätte eine treue Kundschaft.

Nicht alle, sondern die Richtigen

Klar, es wird immer noch Kundschaft geben, die lieber die billigere Alternative kaufen würde. Doch was zählt ist, Menschen mit denselben Überzeugungen und Zielen auf die eigene Marke aufmerksam und aus der Erreichung dieser Ziele ein gemeinsames Projekt zu machen. Das verbindet und macht Kundschaft zu treuen Fans. Fans, die die Botschaft der Marke stolz weitererzählen und Gleichgesinnte anlocken.

Mut zur Story

Sollten die Gebrüder Grimm noch einen lebenden Verwandten haben, dann wäre das wohl Casey Neistat – ein Storyteller, der es immer wieder schafft, Markenschwergewichte und deren Fans mit seiner Kunst in den Bann zu ziehen. Für einen seiner ersten Werbefilme reiste Neistat in zehn Tagen um die Welt und verballerte dabei das gesamte Budget, dass Nike ihm zur Verfügung gestellt hat. Hochriskant und nicht abgesprochen, versteht sich – aber was tut man nicht alles für eine gute Story. Hier seht ihr, was dabei rausgekommen ist: Make It Count.

Wer sich zum Thema „Storytelling“ weiter schlau machen will, sollte sein Bücherregal unbedingt mit Ralph Stiebers „Storyseller“ füttern – Inspiration pur, auch für diesen Blogbeitrag. Und jetzt viel Spaß beim Storytelling. Es lohnt sich!

Von Shopware 5 zu Shopware 6

In Deutschland hat Shopware mit ca. 28 % Marktanteil bei den Shopsystemen bereits die E-Commerce-Spitze erreicht. Daher sollte diese Plattform vielleicht schon einigen ein Begriff sein. Bereits 2019 wurde die aktuelle Version 6 veröffentlicht, die meisten aller Shopware-Webshops bauen jedoch immer noch auf Version 5 auf.

Da Shopware 6 bereits im Jahr 2019 veröffentlicht wurde, stellt sich nun die Frage, wie lang die alte Version noch mit Features, Bugfixes und Security Updates versorgt werden wird. Aufgrund der vielen Bestandskund:innen von Shopware 5 wurde ein großzügiger LTS-Zeitraum (Long Term Support-Zeitraum) und eine Roadmap erstellt, die den Shopbetreiber:innen genügend Spielraum zum Handeln ermöglicht.

Shopware 5: Wie stehts um die Zukunft?

Diese Roadmap zeigt, wohin und vor allem wie lange die Reise von Shopware 5 noch gehen soll. Regular Releases endeten bereits im Juli letzten Jahres. Das bedeutet, der Funktionsumfang von Shopware wurde schon seit knapp einem Jahr nicht mehr ausgebaut. Aber kein Grund zur Panik, denn bis Juli 2023 bekommt die Plattform weiterhin Bugfixes und Sicherheitsupdates.

Das heißt, Sicherheitslücken werden weiterhin geschlossen und bekannte oder vermerkte Bugs werden weiterhin gelöst. Mit einem Update auf die Version 5.7 wurde das System PHP-8-kompatibel gemacht und das Core-Feature Symfony 4 auf eine LTS-Version geupdated. Dadurch wurde sichergestellt, dass Shopware 5 bis Juli 2024 sicher bleibt.

Was heißt das nun für Shopbetreiber:innen?

Nun, Betreiber:innen können zwei weitere Jahre bedenkenlos mit ihrem bestehenden auf Shopware 5 basierenden Onlineshop arbeiten und brauchen keine Bedenken bzgl. Cyber-Attacken oder sonstiger Instabilitäten zu haben. Sollte für jenen Shop jedoch eine Funktion oder ein Feature fehlen, gibt es leider schlechte Nachrichten, denn für diese Version wird es keine weiteren Updates mehr geben.

Auch zertifizierte Plugin-Hersteller werden keine neuen Erweiterungen mehr veröffentlichen. Es wird lediglich das Minimum an Ressourcen in die Weiterentwicklung und den Support von bestehenden Plugins gesteckt. Daher sollten sich Shopbetreiber:innen früh genug Gedanken machen, wie sie sich ihren Onlineverkauf in Zukunft vorstellen.

Update auf Shopware 6!?

Ist ein Update von Version 5 auf Version 6 eine Option? Nein, denn Shopware 6 wurde von Grund auf neu programmiert. Der Code hat keine Gemeinsamkeit mit der alten Version. Shopware hat erkannt, dass sich im Sinne einer zukunftssicheren E-Commerce Plattform einige Dinge ändern müssen. Somit war ein einfaches Update nicht mehr ausreichend.

Unterschiede zwischen den Shopware-Versionen 5 und 6

Das Backend (der Bereich, in dem Shopbetreiber:innen z.B. ihre Produkte pflegen und Bestellungen einsehen können) und das Frontend (die tatsächliche Darstellung des Shops für Kund:innen im Webbrowser) sind in Shopware 5 fest verankert. Das bedeutet, dass beides auf einem Server liegt und über dieselbe Domain erreichbar sein muss.

Shopware 6 verfolgt hingegen den API-First-Ansatz. Dies bedeutet, dass Backend und Frontend komplett getrennt werden und sowohl auf unterschiedlichen Servern, als auch auf unterschiedlichen Domains laufen könnten. Das Backend von Shopware 6 basiert zudem auf dem Framework Vue.js und ist damit responsive. Hier kann man sich als Betreiber:in mit dem Handy einloggen, um eine schnelle Änderung am Produkt durchzuführen.

An dieser Stelle hat sich der Aufbau und die Darstellung geändert, ist deutlich benutzerfreundlicher und ansehnlicher geworden. Im Frontend hingegen wird im Code nicht mehr mit der Smarty Template Engine gearbeitet, sondern auf Twig vom PHP-Framework Symfony umgestellt.

Wie geht es weiter?

Ein einfaches Upgrade von Version 5 auf 6 ist ausgeschlossen. Das bedeutet, hier gibt es außer einem Relaunch keine Alternative. Gerade im Hinblick auf die Kosten und den Aufwand mag das für viele vorerst beängstigend wirken. Und hier kommen wir ins Spiel! Es gibt viele Möglichkeiten, den Umstieg auf Shopware 6 nahezu reibungslos zu gestalten.

Shopware bietet zum Beispiel ein Migrationstool an, das es uns erlaubt, Daten wie Kund:innen, Bestellungen, Gutscheine, Produkte und vieles mehr vom alten Shop in das neue System zu übertragen. Zudem gibt es unter gewissen Voraussetzungen dank staatlichen Förderprogrammen wie „go-digital“ einen finanziellen Zuschuss für einen Onlineshop-Relaunch. Auch hierzu können wir Sie gerne beraten.

Trotz Cookie Ablehnung tracken – der Google Consent Mode

Die Kekse verkrümeln sich so langsam aus dem Online-Marketing – dieser Blogbeitrag dreht sich um das Thema Cookies und darum, wie die Zukunft des Trackings von Nutzerdaten im Werbekosmos aussehen kann. Google hat hierfür etwas in petto, das ich euch vorstellen möchte.

Ist der Cookie endlich gegessen?

Im Online-Marketing kommt man nicht daran vorbei, sich mit dem Thema Cookies auseinanderzusetzen. Doch nicht mehr lange, denn für das Jahr 2023 kündigt Google das Ende der Third-Party-Cookies an. Das bedeutet, dass in Chrome Cookies von Drittanbietern blockiert werden und somit auch keine Daten durch Drittanbieter mehr gesammelt werden können. Für Verbraucher:innen bedeutet das mehr Kontrolle und Transparenz hinsichtlich des Sammelns und der Weiterverarbeitung ihrer Daten, jedoch auch weniger personalisierte Werbung außerhalb der aufgerufenen Website. Statt persönlicher Daten werden Informationen, anhand derer die Nutzer:innen sich in ein bestimmtes Muster oder eine bestimmte Kategorie oder Kohorte einfügen lassen, gesammelt. Interessen der User sollen erkannt und mit Machine Learning aufbereitet werden. Sogenannte User-Signale werden gesammelt und zu Nutzergruppen zusammengefasst.

Durch die DSGVO und die Cookie Historie wurde das Tracking des Nutzerverhaltens und somit auch die Analyse bezahlter Werbung bereits erschwert. Da z. B. manche Informationen aufgrund der Ablehnung des Cookie-Banners nicht getrackt werden können, werden die Ergebnisse einer Werbekampagne verfälscht. Um dies zu umgehen, hat Google den Google Consent Mode ins Leben gerufen.

Was genau ist der Google Consent Mode und wie funktioniert er?

Der Google Consent Mode – zu Deutsch „Einwilligungsmodus“ – ermöglicht es Drittanbietern, User nach deren Ablehnung des Cookie-Banners anonym zu tracken. Der Consent Mode verbindet sich hierfür mit den sogenannten Consent Managern, die die Zustimmung oder Ablehnung der User zur Datensammlung über die auf Websites erscheinenden Pop-ups erfassen, speichern und verwalten.
Diese Content Manager kommunizieren mit dem Google Consent Mode, um die Zustimmungsrate der User zu messen – wie viele bestätigen die Datenschutzbestimmungen und wie viele lehnen ab?

Über User, die den Cookie-Banner ablehnen und deren Nutzerverhalten konnten bislang keine Informationen gesammelt werden. Ein vereinfachtes Beispiel hierfür: Willigen sechs von zehn User in die Datensammlung ein und vier nicht, werden lediglich 60 Prozent der User getrackt. Zukünftig könnte hier nun der Google Consent Mode aktiv werden und im Hintergrund mit Hilfe von Machine Learning schätzen, wie viele von diesen nicht getrackten Usern eine Conversion ausgelöst hätten.
Stimmt der Kunde den Bestimmungen zu, wird das Verhalten des Kunden auf der Website wie üblich getrackt. Lehnt der User die Bestimmungen jedoch ab, werden Messlücken mit Hilfe von Datenmodellierung geschlossen und Conversions erfasst.

Bei einer solchen Modellierung werden Conversions mithilfe von maschinellem Lernen, Trendentwicklung von Conversionraten und dem Status der Benutzereinwilligung quantifiziert. Anders erklärt: Conversion-Modellierung stellt Verknüpfungen zwischen Anzeigeninteraktionen und Conversion-Ergebnissen nach Wahrscheinlichkeit her. Werbetreibende bekommen so ein genaueres Ergebnis zu ihren Conversions und zur Qualität der Werbemaßnahme.

Welche Bedeutung hat dies im Online-Marketing?

Der Google Consent Mode hat den Vorteil, dass Daten, die ansonsten nicht erfasst werden, modelliert werden können. Nach Aussage von Google befindet sich der Google Consent Mode jedoch seit circa einem Monat nicht mehr in der Betaversion. Der Einbau des Modules wird auch schon von gängigen Consent Managern unterstützt. Somit entsteht ein besserer Überblick über die Advertising Performance, während Datenschutzrichtlinien und Privatsphäre gewahrt werden. Ein Kritikpunkt ist jedoch die (noch) fehlende Transparenz bei der Modellierung. Es ist nicht möglich, im Google Ads Konto einzusehen, welche Daten modelliert wurden. Die Frage „Welche Conversion ist echt und welche modelliert?“ bleibt also unbeantwortet. Ziemlich sicher ist jedoch auch, dass der Google Consent Mode sich weiterentwickeln wird.

Was bedeutet dies für die Zukunft von Daten und Analytics?

Ab Juni 2023 wird das bisherige Universal Analytics fürs Webtracking und das Firebase für App-Tracking eingestellt und durch Google Analytics 4 (GA4) abgelöst. Hier werden App- und Website-Tracking miteinander vereint und eine nutzerzentrierte Analyse mit besserer Abbildung der Customer Journey ermöglicht. Das Ganze funktioniert mit einer neuen Art der Datenerfassung. Statt Sitzungen werden Events – beispielsweise der Beginn einer Session oder ein Seitenaufruf – mit Fokus auf die Nutzer:innen getrackt. Standard-Events müssen nicht mehr über den Google Tag Manager eingebunden werden. Auch Zielvorhaben müssen nicht mehr zusätzlich angelegt werden. Ereignisse, die über den Google-Tag-Manager angelegt werden, können einfach als Conversion markiert werden. Zusätzlich gibt es in GA4 einen Debug Mode, durch den überprüft werden kann, ob die Ereignisse richtig gefeuert werden.

Jetzt macht es endlich Sinn. Der Google Consent Mode ist für die neue GA4 Analytics Property von Bedeutung. GA4 beinhaltet eine standardmäßige Anonymisierung von Daten und ein entsprechendes Trackingkonzept, um den Datenschutz zu gewährleisten und Cookieless Tracking möglich zu machen. Auch bei GA4 wird – wie beim Google Consent Mode – Machine Learning und künstliche Intelligenz (KI) eine große Rolle spielen, um Datenlücken durch Datenmodellierung zu schließen. Mit neuen Lifetime- und Prognosemesswerten können Fragen wie „Wie hoch ist die Kaufwahrscheinlichkeit?“ oder „Wie hoch könnte der Umsatz für die nächste Woche sein?“ beantwortet werden. Hier gilt: Je früher Daten in GA4 gesammelt werden, desto schneller funktionieren aussagekräftige Prognosen.

Google Consent Mode: Fazit

Das Konzept mit Machine Learning und Prognosen für die Zukunft ist ein neuer Tracking- und Analyseansatz, der definitiv einen neuen Denkanstoß in den Online-Marketing-Kosmos bringt. Wichtig dabei ist: Customer Centricity – der Kunde steht im Zentrum und unsere Aufgabe als Marketer:innen ist es, diesen mit guter Werbequalität zu erreichen!

Was kann künstliche Intelligenz heute?

Viele verbinden künstliche Intelligenz mit der Vorstellung eines menschenähnlichen Roboters, der eigenständige Entscheidungen treffen kann. Wie ein Mensch entwickelt er sich ständig weiter, trainiert seine Fähigkeiten und vor allem sein Urteilsvermögen mit gesammelten Erfahrungen. In der Realität stellt sich allerdings heraus, dass wir hier sowohl in Sachen Hardware als auch softwareseitig noch Entwicklungspotenzial vor uns haben.

Mit dem Blogbeitrag „Künstliche Intelligenz – Mehr als selbstfahrende Autos?“ haben wir zum Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) bereits etwas Licht ins Dunkel gebracht. Hier haben wir uns einen kleinen Überblick über die aktuelle Lage und auch die bisherige Entwicklung verschafft – hier geht’s direkt zum Beitrag!

Nun bin ich aber kein Sci-Fi-Drehbuchautor, der sich ein fiktives und außergewöhnliches Szenarium für einen entsprechenden Film ausdenkt, sondern ein Developer, der sich fragt, wo künstliche Intelligenz im Web heute schon ihre Anwendung findet und welche realistischen Möglichkeiten in Zukunft umsetzbar sind.

Social Media

Quasi alle Social-Media-Plattformen finanzieren sich entweder über Werbeanzeigen oder Abonnements. Die Grundlage für die Gewinnmaximierung ist die Anzahl der aktiven User:innen und deren Verweildauer. Das bedeutet, das Ziel ist immer, die Nutzer:innen möglichst lange an die Plattform zu binden.

Nun ja, zu dieser Erkenntnis bin ich natürlich auch ohne künstliche Intelligenz gekommen, daher die Frage, was das alles mit dem Thema zu tun hat. Um User:innen möglichst lange auf einer Plattform zu halten, muss man deren Interesse wecken und vor allem aufrechterhalten. Entscheidend hierfür ist der Inhalt, der den Nutzer:innen vorgeschlagen wird.

Über die Jahre hat sich die Art und Weise, welcher Inhalt wem vorgeschlagen wird; stark individualisiert. Das Netz hat ein unvorstellbares Ausmaß an Komplexität dazugewonnen, sodass ein vordefinierter und immer gleich arbeitender Algorithmus nicht mehr ausreicht. Hier kommen die künstliche Intelligenz und Deep Learning ins Spiel, die anhand einiger Parameter den idealen Inhalt für jede:n Nutzer:in findet.

Künstliche Intelligenz und Suchergebnisse

Die KI macht es möglich, bei identischen Sucheingaben unterschiedliche Ergebnisse anzuzeigen.

Hier ein Beispiel:
Ein Mann ist sportbegeistert, geht zudem gerne ins Stadion und wohnt in Berlin. Eine Frau interessiert sich für die Natur und lebt eher abgelegen. Beide geben den Begriff „Eisbären“ in die YouTube-Suchleiste ein. Dem Mann werden Videos vom Berliner Eishockeyverein vorgeschlagen und der Frau Tierdokumentationen über Eisbären.

Einfachheitshalber habe ich in diesem Beispiel die Details der beiden fiktiven Personen gekürzt. Die künstliche Intelligenz passt ihre Suchergebnisse und Vorschläge unter anderem auch auf Herkunftsland bzw. -ort, Suchverlauf, angesehene Inhalte und deren Verweildauer, Interaktionen wie Likes und Kommentare sowie auf Abonnements der User:innen an.

Optimierung von Websites

Geht es um Informationsfluss, Leads oder Umsatzsteigerung für E-Commerce-Shops verfolgt jede Internetpräsenz ein Ziel. Es gibt allerhand Möglichkeiten, um die Performance einer Seite zu verbessern. Diese Optimierung wird auch heute schon betrieben, nur eben ohne KI.

So können wir beispielsweise mit AB-Tests User:innen verschiedene Versionen von Websites oder Buttons zur Verfügung stellen, steuern mit Google Optimize, wie diese Versionen ausgespielt werden und können dann auswerten, welche Version besser performt. Die Erstellung der alternativen Version sowie die Auswertung und der Umbau auf die bessere Variante passiert heute allerdings noch manuell.

Hier könnte in Zukunft eine KI eingreifen und den kompletten Prozess automatisieren. Das bedeutet, die künstliche Intelligenz analysiert die Elemente einer Website, programmiert selbst Alternativen und stellt diese dann einem gewissen Prozentsatz an Besucher:innen zur Verfügung. Nach der abschließenden Auswertung aller Kennzahlen wird dann automatisch die Website verändert.

Die Schwierigkeit dabei ist es, der KI das Programmieren beizubringen. Eine Kollaboration zwischen Microsoft und OpenAI hat in diesem Punkt bereits große Fortschritte gemacht: Deren KI ist bereits in der Lage, eine textbasierende Aufgabenstellung durch eigens geschriebenen Code zu lösen. Allerdings funktioniert die KI nur für Probleme bzw. Aufgabenstellungen, die bereits gelöst wurden. Zudem benötigt diese KI eine extreme Rechenleistung, die bisher noch nicht kommerziell zur Verfügung steht. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Was ist sonst noch möglich?

Ansonsten gibt es noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten für künstliche Intelligenzen im Webbereich, wie z.B. Chatbots die als Supporthilfe fungieren. Diese existieren bereits ohne KI und funktionieren daher nur sehr eingeschränkt und reagieren nur auf bekannte Suchbegriffe, die wiederum von einer Datenbank aus geladen werden.

Google hat bereits bei ihrer Produktpräsentation Google I/O 2018 die neue Technologie Google Duplex vorgestellt. Diese ist in der Lage Telefonate zu führen und auf eine echte Konversation einzugehen und entsprechend zu reagieren. Somit ist auch für Chatbots eine Entwicklung weg vom standardisierten Antwortkatalog hin zu einer realistisch geführten Unterhaltung zu erwarten.

Künstliche Intelligenz: Mein Fazit

Gerade für repetitive Aufgaben kann uns eine künstliche Intelligenz sehr viel Arbeit abnehmen und Zeit sparen. Alles was darüber hinausgeht, wie beispielsweise eine komplette Website programmieren zu lassen oder neue Probleme zu lösen sind derzeitige KIs immer noch ein Stück entfernt. Vor allem die kommerzielle Nutzung wird hier noch etwas auf sich warten lassen. Trotzdem entwickeln sich künstliche Intelligenzen täglich in einem enormen Tempo weiter, daher bleibt es spannend den stetigen Fortschritt zu beobachten.

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